Homepage der Familie Birke
31860 Frenke, Am Thie 4

Birke-amthie@t-online.de 


Ein Haus in dem man leben kann

Wir träumten von einem schönen Haus mit kleinem Garten, Obstbäumen voller Früchten, frischer Luft, himmlischer Ruhe und ganz viel Platz umzu.
In Frenke, Am Thie 4 fanden wir 1983 einen alten Bauernhof von umwerfend marodem Charme. Hier war wohl seit den 1950er Jahren nicht viel erneuert worden.

Nach 260 Jahren im Eigentum der Familie Klingenberg wechselten 2.800 m² Grund, ein Wohnhaus nebst Stall, Scheune und Hühnerhaus den Besitzer.
Gratuliert hat uns niemand zu diesem Erwerb, wir ernteten nur mitleidiges Lächeln und die Worte "... so viel Arbeit".

Gut gemeinte Ratschläge wurden ignoriert, z.B. den, das Wohnhaus total zu entkernen, alles um einen Meter anzuheben, eine Betonplatte darunter zu gießen oder nur den Dachstuhl um 60 cm zu lupfen, das Erdgeschoß in Kellerräume umzufunktionieren.

Was wir morsch, bröckelig, schief, wurmstichig vorfanden, wurde repariert oder erneuert, dazu die Technik des 20. Jahrhunderts eingebaut. Darüber sind 8 arbeitsreiche Jahre ins Land gegangen. Im Haus und in die Dorfgemeinschaft hatten wir uns zwischenzeitich schon ganz gut eingelebt.

 

Unser Anwesen, der Hof Frenke Nr. 14.

 

Und hier gehts ...

zum Bauerngarten
zur den alten Geflügelrassen
zur Oldtimer-Feuerwehr

 


Bauerngarten

Als wir das Haus in Frenke kauften, hatte ich zunächst keine Zeit zur Gartenpflege. Trotzdem blühte und wuchs alles prächtig. Das runde Beet in der Mitte des Gartens war eine bunte Wiese, die unser Nachbar mit der Sense abmähte.

Dann plante ich einen richtigen Bauerngarten mit Wegekreuz anzulegen. Dabei stieß ich auf die ursprünglich angelegten Wege. Nachemdem die Erde darüber abgetragen wurde ist der Garten in seiner alten Form neu entstanden. Mein Ziel ist es, möglichst viele Pflanzen anzusiedeln, die in alter Zeit von den Menschen als Gewürz, Medizin oder Brauchtum verwendet wurden.

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Seit 2001 zeige ich ihn im Rahmen der B.U.N.D.-Aktion "Tag des offenen Gartens" einer interessierten Öffentlichkeit.

Eine kleine Beschreibung enthält der nachfolgende Zeitungs-Artikel.

 

Auch Monika Birke ließ einen Blick in ihr Garten-Paradies zu

Frenke (bin). Mit diesem Namen war sie geradezu verpflichtet: Am „Tag der offenen Gärten" ließ auch Monika Birke die Pforte ihres Gartens in Frenke offen, und gab somit zahlreichen Gartenfreunden Gelegenheit, das schöne Fleckchen Erde in Augenschein zu nehmen.

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Da staunten auch die Kinder: Sträucher und Kräuter wie aus früheren Zeiten. Foto: bin

Auch wenn der Garten nicht allzugroß ist, da ein Großteil des Grundstücks den Gänsen und Hühnern vorbehalten ist, gab es viel zu entdecken. Wer an den hinteren Zaun des Gartens trat, konnte sich an mindestens einer Gänsefamilie und vielen glücklichen Hühnern mit Hähnen erfreuen. Wer wollte, wurde in das Hühnerhaus geführt und konnte sich die Küken ansehen. Nachkommenschaft von Hühnerrassen, die vor langer Zeit auf den Bauernhöfen zu finden waren.

Das kleine Stück des Gartens, das für die Menschen gedacht ist, hat es jedoch in sich. Wie Monika Birke erzählte, war der Garten ziemlich verwahrlost, als sie ihn vor einigen Jahren übernahm. Als sie beim Freilegen der Fläche auf alte Wege stieß, die schon vor langer Zeit angelegt worden sein mussten, sei sie auf die Idee gekommen, den Garten wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Nach einigen Gesprächen mit den Vorbesitzern und nach mühseliger Arbeit hat sie ein Refugium geschaffen, in dem man sich wie in der guten alten Zeit fühlt. Mit viel Liebe und Sammelleidenschaft suchte und fand die Freizeitgärtnerin seltene Blumen, Kräuter und Sträucher, um sie so zu kultivieren, wie es in früheren Zeiten üblich war. Dominierend in dem Garten sind ein riesiger Walnussbaum, unter dessen Zweigen Pflanzen gedeihen, die sich im Schatten besonders wohl fühlen und eine „frisierte" Eibe. In den von Buchsbaum eingerahmten und liebevoll angelegten Beeten findet man Pflanzen wie Pfingstrosen, alte Lilienarten, Veilchenwurzel (Eltern zahnender Kinder werden sie kennen und schätzen), Raute, Ysop oder Beinwell. So erlebten einige Fachleute bei der Besichtigung des Gartens einige Überraschungen, wie die Besitzerin berichtete: „Sogar Botaniker waren hier und riefen aus: ,Oh, die haben sie auch!' Sie konnten mir dann auch die lateinischen Namen der Pflanzen sagen." Für Monika Birke war der „Tag des offenen Gartens" ein voller Erfolg. „Als ich von der Aktion hörte, dachte ich, dass mein Garten ja auch ganz hübsch sei und ich mich beteiligen könnte." Der Erfolg gab ihr Recht. Sehr viele Besucher kamen und bestaunten ihr kleines Paradies. Ein Paradies, das noch lange nicht vollendet ist. Momentan spart die Blumenfreundin für Rosen. „Wenn wieder genug Geld da ist, werde ich alte Rosensorten holen", so Monika Birke.

© Dewezet, 13.06.2002

 

Soweit der Artikel.

Selbstverständlich sind Besucher auch willkommen, wenn

                    o    an der Gartenpforte ein Schild mit der Aufschrift "Open" hängt,

                    o     beim nächsten "Tag des offenen Garten"

                    o     sie so freundlich sind, mit mir einen Termin zu vereinbaren. Tel. 05157 - 654.
                           Bitte immer zwischen 12.00 und 13.00 Uhr  versuchen oder wenn die Hühner
                           im Bett sind, also nach Einbruch der Dunkelheit ... ;-)

 

Führungen können also ganz spontan oder telefonisch vereinbart werden und beinhalten bunt gemischt folgende Themen:

                    o     Geschichtliche Entwicklung des Bauerngartens.

                    o     Gestaltungsmerkmale des Bauerngartens

                    o      Die Vielseitigkeit der Kräuter; Gewürz, Medizin,  Zierde und Brauchtum.

                    o     Bauerngartenblumen

                    o     Farbstoffe aus Pflanzen

                    o      Wildkräuter im Bauerngarten

                    o      Der Baumhof
  

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Impressionen aus dem Garten

 

 

weitere Presse-Artikel zum "Tag des offenen Gartens".....

 

Was der Garten so im Laufe des Jahres an schönem und nützlichem "hergibt":

Von April bis Oktober

Pflanzen = Ableger, Stecklinge und Samen

April bis August

Eier von glücklichen Ramelslohern (Hühnern)

Im September

Äpfel von alten ländlichen Sorten
natürlich ungespritzt!

Im Oktober dicke Walnüsse

Im November

evtl. Brathähne (wenn genug geschlüpft sind)

im Dezember

Leine- und Lippegänse
(als Weihnachtsgänse!)

 


Erhaltung alter Geflügelrassen

Am Anfang weideten im Baumhof jedes Jahr nur drei Schwarzkopfschafe. Sie heilten das Gras kurz und benötigten nur noch frisches Wasser. Meine stille Sehnsucht aber galt den Gänsen. Nach langer Suche bekam ich endlich im Februar 1997 meine erste Lippegans, die Stammmutter vieler schöner Gössel. Die Lippegans-Familie teilt sich den Geflügelstall mit einem Stamm Sulmtaler- und einer Schar junger Ramelsloher Hühner.
Die Leinegänse, vor drei Jahren eingezogen, wohnen separat. Alle Geflügelrassen sind extrem im Bestand gefährdet.

Als Mitglied der "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V" (G.E.H.) bekomme ich ständige aktuelle Informationen.

Im Verein "Stammbuch Lippegans e.V."   zu erreichen unter Stammbuch Lippegans e.V bin ich ebenfalls Mitglied. Das "Herdbuch Leinegans" ist mittlerweile auch gegründet. Auch für das Ramelsloher Huhn ist eine Herdbuchzucht geplant.

 

Nachfolgend finden Sie einige Informationen über meine Hühner und Gänse.

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Leinegans Lippegans Ramelsloher

 


Oldtimer-Feuerwehr

Oldtimer-Fan begeistert sich für seine historische Drehleiter

Frenke (scr). Ein ganz besonderes Stück nennt Walter Birke sein eigen. Der Bastler restauriert nämlich eine Drehleiter von Magirus, Baujahr 1935.

dwz_10_08_01.jpg (4358 Byte) Historisches Schmuckstück:

Walter Birke mit seiner alten Drehleiter.
Foto: scr

 

Rund tausend Stunden Arbeit und rund 15.000 Mark investierte Walter Birke bislang in die Restaurierung des Fahrzeuges, das 1935 von der Feuerwehr der Stadt Hameln für 25.000 Reichsmark gekauft worden war und später noch seinen Dienst beim Technischen Hilfswerk leistete. „In Deutschland gibt es keine zweite Drehleiter dieser Art", zeigt sich Walter Birke stolz auf seinen Oldtimer – nur an der polnischen Grenze existiere ein ähnliches Mannschaftsfahrzeug. Walter Birke war schon immer verliebt in Oldtimer, denn er besitzt neben der Drehleiter noch einen Ford Taunus, Baujahr 1961, genannt die Badewanne, den er ebenfalls hegt und pflegt. Die technischen Daten der Magierus Drehleiter, später Iveco, sind für damalige Zeiten sehr gut. So leistet der Sechszylindermotor mit 4,5 Liter Hubraum 70 PS, was allerdings den Benzinverbrauch enorm in die Höhe treibt; der Motor genehmigt sich auf 100 Kilometer 30 Liter Benzin aus dem rund 60 Liter Benzin fassenden Tank.

Die 24 Meter lange Drehleiter, die inklusive aller technischen Einrichtung noch voll funktionsfähig ist, hat erst 7.780 Kilometer auf dem Tacho. Trotz des Alters hat die Drehleiter schon eine technische Besonderheit für die damalige Zeit. Der Motor hat keine Zündspule, sondern einen Zündmagneten. Eine weitere Besonderheit ist der spezielle Tarnscheinwerfer, der die Drehleiter während des Krieges vor Fliegerangriffen schützte. Übernommen hat Walter Birke die Drehleiter mit einem Motor- und Getriebeschaden. Die Ersatzteile indes waren schwer zu beschaffen. Er schrieb viele Spezialfirmen im gesamten Bundesgebiet an, hatte aber wenig Erfolg, da die Unternehmen nur in größeren Stückzahlen produzieren wollten. Dann entdeckte der Oldtimerliebhaber nach langer Suche eine Firma in Bremen, die ihm die benötigten Teile für das Getriebe in Einzelfertigung herstellten. Einen Motor, ebenfalls Baujahr 1935, konnte er in einem Museum im Schwarzwald auftreiben. Nach und nach wurde alles wieder repariert, und heute steht das Schmuckstück in Walter Birkes Scheune – und wartet darauf, auf Ausstellungen präsentiert zu werden, zu denen Walter Birke vier bis fünf Mal im Jahr im norddeutschen Raum fährt. Aber auch für Hochzeiten stand die Drehleiter bereits zur Verfügung. „Meistens möchten Feuerwehrleute bei ihren Hochzeiten gefahren werden", freute sich der Bastler. Walter Birke hat nach eigenen Worten schon einige Kaufangebote für seine Drehleiter, die früher mit sechs Feuerwehrleuten besetzt wurde, bekommen. Allerdings widerstand er auch lukrativen Angeboten, hat ein historisches Fahrzeug dieser Art doch einen Sammlerwert. Walter Birke will seinen Oldtimer komplett restauriert wissen: „So lange ich lebe und gesund bin, mache ich auf jeden Fall weiter."

© Dewezet, 14.08.2001

 


Letzte Änderung: 06.12.2008